Projekt: Medien 2000

Beteiligte Schüler:

Markus Fischer, Thorsten Engstfeld, Jochen Weusten, Thorsten Kleyker,

Patrick Thielen, Thomas Krings, Jan Maaßen, Harry Lemke, Bernd Puchala,

Marc Stefanski, Dominique Langstädtler.

 

Projektwochenthema : Netzwerktechnick + Auf und Umbau

 

 

Netzwerk was ist das?

Info: Die Rot untermalten Wörter werden Nachher im Glossar erklärt.....!

Formularbeginn

Wenn Sie mehrere Computer miteinander verbinden wollen, brauchen Sie dazu ein Netzwerk: Zunächst müssen Sie in jeden der Computer eine sogenannte Netzwerkkarte. Diese Karten verbinden Sie durch passende Kabel miteinander.

Bei der Auswahl der Kabel ( und der dazu passenden Karten ) gibt es zwei Möglichkeiten:

BNC – Kabel oder eine Twisted – Pair Verbinden. BNC – Netzwerkkarten übertragen grundsätzlich 10 Megabyte pro Sekunde, Twisted – Pair Karten gibt es in 10 und 100 Megabyte Ausführung, die zweite Version ist also zehn mal schneller. Twisted – Pair Netze sind allerdings die teurere Variante, weil Sie ein zusätzliches Gerät brauchen, um die Kabel von den einzelnen Computern zusammenzuschalten nämlich einen sogenannten "Hub".

Diese Zusatzkosten fallen jedoch nicht an, wenn Sie ohnehin einen Internet – Zugang für alle Computer Ihres Netzwerkes einrichten und dazu einen Router verwenden. Denn in vielen Einsätzen eines Routers ist ein Hub für den Anschluss mehrerer Computer eingebaut. Dagegen verfügen nur wenige Geräte über einen Anschluss für BNC – Kabel. Sie kommen beim Einsatz eines Roteres da er kaum um eine Twistes – Pair Verkabellungen herum. Unter diesen Umständen sollten sie überlegen ob sie nicht gleich die zwar etwas teureren, dafür aber schnelleren Netzwerkkarten mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunden wählen. Achten Sie beim Kauf der Netzwerkkarten darauf, dass diesen ach die nötigen Programme für Ihren Pc beiliegen – also für Win 95 / 98 NT. Als Windows 95 benutzter siehe Einbauhilfe im Kasten.

BNC – Kabel : Mit diesen Spezialkabel lassen sich Computer in einem Netzwerk über sogenannte " T – Stücke " miteinander Verbinden. Am ersten und letzten Computer dieser Reihe ist eine Abschlusswiderstand nötig.

Twisted – Pair : Das sind zwei einfache miteinander verdrehte Drähte wie beim Anschluss der Türklingel. Obwohl sie weit weniger aufwendig sind als BNC – Kabel, kann ein Twisted – Pair Kabel größere Datenmengen transportieren. Jedoch immer nur von einem Punkt zum nächsten. Daher wird bei dieser Verkabelung immer ein Hub verwendet, um die Computer zu einem Netzwerk zu verbinden.

HUB : Ein Hub ist ein kleiner Kasten, in dem alle Twisted – Pair Kabel des Netzwerkes zusammenlaufen. Dort werden die Eingangssignale verstärkt und über die Ausgangskabel zu allen Computern weitergeleitet.

 

Anleitung zum Einbau einer Netzwerkkarte.

In den folgenden Punkten wird erklärt wie Sie die Netzwerkkarte in ihrem Personal - Computer richtig einbauen. Als erstes sollte der Computer aus sein und der Netzstecker sollte nicht mehr am Computer angeschlossen sein. Lösen Sie dann die Schrauben und öffnen Sie dann ihren Computer um eine Netzwerkkarte einbauen zu können. Gegebenenfalls müssen Sie die Abdeckung entfernen und bauen Sie ihre Netzwerkkarte in den richtigen dazu passenden Slot ein. Es wird unterschieden zwischen zwei Slots. Sie müssen natürlich wissen was Sie für eine Netzwerkkarte besitzen. Sobald die Karte in ihrem Slot paßt, schrauben Sie dann die Netzwerkkarte richtig fest. Schrauben Sie danach bitte wieder ihren Rechner zu in dem Sie die Abdeckung wieder befestigen. Nun dürfen Sie ihren Computer wieder einschalten. Sobald Sie wieder in Windows angelangt sind, erkennt Windows die neue Hardware automatisch und fragt dann nach der passenden Software um ihre Netzwerkkarte zu installieren. Man unterscheidet folgende Netzwerkkarten - Typen:

à ISA - Netzwerkkarte ( großer, schwarzer Slot )

à PCI - Netzwerkkarte ( kleiner, weißer Slot )

Die passende Software finden Sie entweder auf einer Diskette die ihnen mit der Netzwerkkarte verkauft wurde oder Sie laden sich die passende Software einfach aus dem Internet runter. Wenn Sie nicht wissen wie die Internetadresse ihrer Netzwerkkarte lautet dann wenden Sie sich bitte an den Verkäufer.

Bei der mitgekauften Software finden Sie weitere Informationen über das Netzwerk. Sollte das nicht der Fall sein, bekommen Sie genau so viele Informationen von unserer Netzwerk - Informations Gruppe.

Noch sollten Sie einen Terminator ( T- Stück) und ein passendes Netzwerkkabel besitzen. Den Terminator finden Sie bei der gekauften Netzwerkkarte. Das Netzwerkkabel müssen Sie sich vorher zu legen. Es werden verschiedene Netzwerkkabel angeboten. Es gibt unterschiedliche Längen. Es gibt 5 m (Meter), 10m und 50 m Netzwerkkabel. Natürlich gibt es auch noch andere Längen, die Sie sich beim Verkäufer kaufen können.

Netzwege ins Internet:

In vielen Betrieben und Haushalten steht heute oft mehr als ein Computer. Doch wenn Eltern und Sprößlinge gleichzeitig mit verschiedenen PCs auf das Internet zugreifen wollen, dann braucht auf dem "klassischen Weg jeder seine eigene Telefonleitung und seinen eigenen Internet- Zugang. Sind die Computer jedoch über ein Netzwerk miteinander verbunden, dann läßt sich dieses Problem auf zwei Arten elegant umgehen: über einen Router oder einen Proxy- Server:

Ein Router ist ein eigenständiges kleines Gerät, für das Sie mindestens 700 Mark einplanen müssen. Es wird zwischen Ihr Netzwerk und die Telefonleitung geschaltet. Haben Sie den Router richtig eingestellt, verbindet er Ihre PCs bei Bedarf per Telefonnetz mit dem Computer Ihres Internet- Anbieters. Sie können also von jedem Rechner im Netzwerk auf Daten aus dem Internet zugreifen – auch gleichzeitig. Trotzdem werden nur eine Telefonleitung und ein Internet- Zugang gebraucht.

Ein Proxy ist ein vollständiger Computer, der – ausgerüstet mit entsprechenden Programmen und Einsteckkarten – im Prinzip das gleiche tut wie ein Router. Allerdings "merkt" sich ein Proxy die Daten, die aus dem Internet empfangen wurden, auf seiner Festplatte. Wollen Sie später noch einmal auf die gleichen zugreifen, liefert sie Ihnen der Proxy sofort von seiner Festplatte, ohne nochmals Verbindung mit dem Internet aufzunehmen.

Ein Proxy- Programm können Sie auf einem Arbeitsplatz- Computer laufen lassen oder auf einem eigenen, speziell dafür bereitgestellten Rechner. Allerdings ist seine Einrichtung relativ aufwendig und – wegen der vielen Einstellmöglichkeiten – auch recht anfällig für Fehler. Die Kosten für einen Proxy sind abhängig davon, wie viele Rechner Sie anbinde wollen.

Internet- Zugriffe per Netzwerk – sowohl über Router als auch über Proxy - funktionieren jedoch grundsätzlich nur, wenn Sie TCP/IP als Netzwerk - Protokoll verwenden.

Proxy – Server : Ein Proxy ist ein Computer, der die Daten aus dem Internet auf seiner Festplatte speichert. So stehen sie gleich zur Verfügung, wenn Sie sie wieder benötigen. Außderdem führt ein Proxy meist die gleichen Funktionen wie ein Router aus.

Protokoll : Das Protokoll ist die Sprache in Computer-Netzwerken. Damit sich die Rechner verstehen, müssen sie das gleiche Protokoll benutzten.

TCP/IP : TCP/IP ist die Abkürzung für "Transmission Control Protocol/Internet Protocol" auf Deutsch "Protokoll zur Übertragungskontrolle/Internet-Protokoll". Es wurde vor vielen Jahren im Auftrag des amerikanischen Verteidigungsministeriums entwickelt, um Computer weltweit miteinander zu verbinden.

 

IP und Subm. Adressen

Verschiedenste Computer auf der ganzen Welt miteinander zu verbinden, das war von Anfang an die Aufgabe von CB TCP/IP. Daher hat dieses Protokoll auch große Ähnlichkeit mit dem Telefonnetz: Wie dort können Sie nämlich mit einer bestimmten Nummer genau einen Teilnehmer auf der Welt erreichen. Diese "Telefonnummer" für Computer im Internet heißt "IP-Adresse". Sie besteht aus vier Zahlen (jeweils von 0 bis 255). die durch Punkte voneinander getrennt sind (beispielsweise 192.193.10.64). Während Sie jedoch Ihre Telefonnummer von der Telekom bekommen, ist für die Vergabe von IP-Adressen noch eine Organisation namens "NIC" zuständig, die Sie in Deutschland unter 2 erreichen können. Denn Computer, die ständig mit dem Internet verbunden sind, müssen Sie eine eigene IP-Adresse beantragen und die Kosten dafürtragen. Wenn Sie Ihren Computer über die Telefonleitung mit dem Rechner Ihres Internet-Anbieters verbinden, dann wird Ihnen für die Dauer ihrer Verbindung eine IP-Adresse zugewiesen. Unter dieser Adresse ist Ihr Computer dann im Internet erreichbar. Allerdings: Bei der nächsten Verbindung kann die IP-Adresse eine ganz andere sein. Für Ihr eigenes, privates Netz brauchen Sie jedoch keine Organisation zu bemühen: Sie können sich die IP-Adressen Ihrer Computer selbst aussuchen. Für solche eigenständigen Netze sind drei Adreßbereiche - also Gruppen von Nummern - vorgesehen, die im Internet nicht vorkommen:

• Klasse A für sehr große Netze: 10.0.0.0 bis 10.255.255.255.

• Klasse B für mittlere Netze: 172.16.0.0 bis 172.31.255.255,

• Klasse C für kleine Netze: 192.168.0.0 bis 192.168.255.255.

In diesem Artikel gehen wir davon aus, dass in Ihrem Fall ein Netz der Klasse C ausreicht. Immerhin können Sie in diesem Netz über 64 000 Computern IP-Adressen zuweisen - das sollte für den Anfang ausreichen.

Die Endadresse 0 ist für einen bestimmten Zweck reserviert (siehe Haupttext). Ihr erster Computer erhält daher die Adresse 192.168.0.1, der zweite 192.168.0.2 und so weiter. Auch die Endadresse 255 dürfen Sie

nicht verwenden. Falls Sie so viele Computer besitzen, dass Sie bei 192.168.0.254 ankommen, machen Sie einfach mit 192.168.1.1 und 192.168.1.2 weiter.

Noch eine weitere Zahlengruppe verlangt der Computer beim Einrichten von TCP/IP: die sogenannte "Subnet-Maske". Um beim Telefon-Beispiel zu bleiben: Die Subnet-Maske gibt an, bis zu welcher Stelle der IP-Adresse die "Vorwahl" reicht. An dieser Zahlengruppe erkennt Ihr Computer

dann später, ob sich der gerufene Computer im selben ("Orts-") Netz befindet oder ob er ihn im weltweiten Internet suchen muß. Ein Beispiel: Bei Ihrem Klasse-C-Netz bleiben die ersten beiden Zahlen (192.168) immer gleich - sie entsprechen also der "Vorwahl". Damit müssen Sie als "Subnet-Maske" die Zahlengruppe 255.255.0.0 eingeben: Die ersten beiden Zahlen (255) kennzeichnen den Bereich als Vorwahl, die nächsten beiden (0) als "Teilnehmemummer".

IP Adresse : Jeder Computer besitzt im Internet eine eigene Adresse, die ihn von allen anderen Computern unterscheidet. Die Adresse besteht aus vier Zahlen, getrennt durch drei Punkte, etwa 193.164.21.12. IP steht für "Internet-Protokoll".

 

Die Vorteile der Vernetzung

Die Vernetzung von PCs ist natürlich kein Selbstzweck, sondern bietet mindestens zwei für die Praxis sehr wichtige Vorteile:

 

1. Alle Netzwerkteilnehmer können Ressourcen gemeinsam nutzen.

2. Alle Netzwerkteilnehmer können miteinander kommunizieren.

Da diese beiden Punkte nicht auf Anhieb einen Sinn ergeben dürften, sollen sie zunächst etwas ausführlicher erläutert werden. Dazu muß ein Begriff eingeführt werden, der in den folgenden Abschnitten noch häufiger auftauchen wird: die Ressource. Bei einer Ressource handelt es sich in diesem speziellen Zusammenhang um "etwas", über das ein PC verfügt und das er anderen PCs zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung stellen kann. Beispiele für Ressourcen sind die Ordner auf der Festplatte, ein angeschlossener Drucker oder ein angeschlossenes Faxmodem. Dabei wird noch einmal zwischen internen und externen Ressourcen unterschieden. Zu der ersten Kategorie zählen der Arbeitsspeicher, die Prozessorleistung oder der Posteingangsordner der Benutzeroberfläche. Zur zweiten Kategorie gehören der Drucker, das CD-ROM-Laufwerk oder das Faxmodem.

Die gemeinsame Nutzung von Ressourcen in einem Netzwerk bedeutet, dass jeder an das Netzwerk angeschlossene PC die Ressourcen eines anderen PC nutzen kann. Konkret: Sind fünf PCs in einem Büro miteinander vernetzt, können alle fünf PCs einen Drucker benutzen, der an einem dieser PCs angeschlossen ist.

Man spricht hier auch von einem Netzwerkdrucker, auch wenn es sich dabei um einen ganz normalen Drucker handelt, der nichts davon "weiß", dass er sich in einem Netzwerk befindet'. Für die Praxis macht es keinen Unterschied, ob ein PC über einen eigenen Drucker verfügt oder auf einen Netzwerkdrucker zugreift (im Gegenteil, der Ausdruck über das Netzwerk ist manchmal sogar schneller). Arbeiten Sie zum Beispiel mit einem Textbearbeitungsprogramm, wählen Sie vor dem Drucken den Netzwerkdrucker als Standarddrucker aus und können anschließend wie gewohnt drucken. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Windows (oder ein anders Netzwerkbetriebssystem) dafür sorgt, dass der Inhalt der zu druckenden Datei über das Netzwerk zum Netzwerkdrucker transportiert wird und Sie unter Umständen ein wenig laufen müssen, um an den Ausdruck zu kommen. Auf die gleiche Weise lassen sich auch andere Ressourcen, wie zum Beispiel ein Faxmodem, von mehreren PCs im Netzwerk gleichzeitig nutzen.

Nicht weniger wichtig ist der zweite Vorteil eines Netzwerkes, die Kommunikation. Jeder PC in einem Netzwerk kann einem anderen PC Nachrichten zukommen lassen.

Da diese Nachrichten auf elektronischem Weg, das heißt über ein Netzwerk - oder Telefonkabel, in binärer Form übertragen werden, spricht man auch von elektronischer Post oder kurz E-Mail (für Elec-tronic Mail). Das Besondere an E-Mail ist, dass sie sich nicht auf das lokale Netzwerk beschränken. Über sogenannte Gateways (die man sich als Tore zu einem anderen Netzwerk vorstellen kann) wird der Übergang zu anderen Netzen hergestellt. Das bedeutet, dass sich der Empfänger eines E-Mails nicht nur im lokalen Netzwerk, sondern an einem beliebigen Punkt der Erde befinden kann. Besonders deutlich wird dieser Komfort bei Microsoft Exchange, der E-Mail-Komponente von Windows 95, die problemlos um Gateways für Internet oder CompuServe-Mail erweitert werden kann.

Mit dem Begriff Ressource werden Eigenschaften eines PC wie die Ordner auf einem Laufwerk oder ein angeschlossener Drucker bezeichnet. Die gemeinsame Nutzung von Ressourcen in einem Netzwerk bedeutet, dass mehrere PCs gleichzeitig auf eine Ressource zugreifen können.

Der Server steht in jedem Netzwerk im Mittelpunkt

 

Der klassichen Netzwerktheorie zufolge besteht ein lokales Netzwerk aus einem Server und vielen Arbeitsstationen, die manchmal auch als Workstations oder Netzwerk Clients bezeichnet werden. Man spricht daher auch von einem Client/Server-Netzwerk, wenngleich der Begriff dient/Server so vielseitig einsetzbar ist, dass man ihn, um Mißverständnisse zu vermeiden, nur mit Bedacht verwenden sollte. Im folgenden ist daher lediglich von einem Server-Netzwerk die Rede. Gemeint ist damit ein lokales Netzwerk, in dem ein (oder mehrere) PC die Rolle des Netzwerk-Servers spielt. Die Aufgabe des Servers ist es, den Arbeitsstationen Dateien und andere Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Der Server bedient die Arbeits-Stationen mit seinen Diensten, daher auch der Name. Merksatz: In einem Server-Netzwerk spielt ein PC die Rolle des Servers, die übrig-werden als Arbeitsstationen (Clients) eingesetzt. Der Server-PC unterscheidet sich von den Arbeitsstationen durch den Umstand, dass auf ihm das Netzwerkbetriebssystem läuft. Die Arbeitsstationen benötigen die Netzwerk-Client-Software, über die die Verbindung zum Server hergestellt wird. Vor ein paar Jahren kam für den Server nur ein sehr leistungsfähiger" PC mit einem leistungsstarken Bussystem (in der Regel EISA), schnellen Festplatten (in der Regel SCSI) und viel Arbeitsspeicher in Frage. Die Arbeitsstationen waren dagegen schlichte PCs, die weder über eine Festplatte noch über ein Diskettenlaufwerk verfügen mußten. Bedingt durch den Umstand, dass es sich im Jahre 1995 bei vielen Arbeitsstationen bereits um 486er oder Pentium-PCs mit 8 oder 16 Mbyte RAM handeln dürfte, ist diese einfache Einteilung nicht mehr gültig.

Wie schnell sich die Maßstäbe verschieben, wird an einem Bericht des renommierten Computermagazins Byte deutlich, das im September 1989 den ersten verfügbaren 486er PC (er stammte von Apricot) als Vorboten einer neuen Generation lei-stungsfähiger Server anpries. Heutzutage hätte man sicherlich Schwierigkeiten, diesen PC, der in der Grundkonfiguration mit MS-DOS 3.3, einer 147-Mbyte-SCSI-Festplatte und 12 Mbyte RAM zu dem stolzen Preis von knapp 40.000 DM ausgeliefert wurde, auf einem Computerflohmarkt loszuwerden.

DNS : Dies ist die Abkürzung für " Domain Name Server ". Ein solcher DNS wandelt den offiziellen, weltweit gültigen Namen einer Internet Adresse ( www.ein-beispiel.de ) in eine IP Adresse um ( etwa "192.168.64.02 ). Nur unter dieser Adresse antwortet der Computer.

Wins : Abkürzung für " Windows Internet Name Service ". Dieses System wurde von Microsoft speziell für Windows – Computer programmiert. Das Ergebnis ist jedoch im Prinzip das gleiche wie bei DNS: Die leicht zu merkenden Namen der Computer ( Im Internet www.ein-beispiel.de ) werden in IP Adressen ( Zahlen, zum Beispiel "192.168.64.0" umgewandelt.

 

 

Was unterscheidet den Server-PC von den Arbeitsstationen?

Sicherlich kann man nach wie vor viel Geld ausgeben und sich einen Multiprozessor-Server mit einem 20-Gbyte-Drive-Array und 64 Mbyte RAM unter den Schreibtisch stellen, für die meisten lokalen Netzwerke tut es aber auch ein ganz normaler Pentium-PC. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die nach wie vor einen Server-PC von den übrigen PCs unterscheiden. Dazu gehören in erster Linie:

Sicherheitsfunktionen

Ein transaktionsorientiertes Dateisystem Administratorwerkzeuge

Die Sicherheitsfunktionen sollen garantieren, dass die Daten auch bei Fehlfunktionen des Systems oder bei Ausfall der Festplatte unter keinen Umständen einen Schaden nehmen. Dafür sorgt zum Beispiel das sogenannte Duplexing-Verfahren, bei dem jeder Schreibzugriff stets auf zwei unabhängige Festplatten gleichzeitig durchgeführt wird, die zudem über ihren eigenen Festplattencontroller verfügend Dazu gehören aber auch »Kleinigkeiten« wie eine unterbrechungssichere Stromversorgung (UPS für Uninterruptable Power Supply), die unter Mitwirkung einer Batterie sicherstellt, dass im Falle eines Stromausfalls alle im Arbeitsspeicher befindlichen Daten auf die Festplatte gerettet werden. Die Aufgabe des transaktionsorientierten Dateisystems ist es, dafür zu sorgen, dass Dateizugriffe nicht einzeln, sondern gruppenweise in Form einer Transaktion durchgeführt werden. Stellt das Betriebssystem eine Störung fest, wird die komplette Transaktion rückgängig gemacht und das Dateisystem dadurch wieder in einen garantiert stabilen Zustand versetzt (unvollständige, abgebrochene Schreiboperationen sind der sicherste Weg, um Datenverluste zu provozieren). Schließlich werden Administratortools benötigt, mit deren Hilfe der Netzwerkadministrator zum Beispiel Benutzerkonten anlegen und verwalten, die Aktivitäten der Benutzer überwachen oder Performance – Eng - Pässe im Netzwerk feststellen kann.

Warum kann das nicht alles auch Windows 95? Die Antwort auf diese durchaus berechtigte Frage hat etwas mit der Produktstrategie der Firma Microsoft zu tun. Windows 95 wurde bewusst nicht mit den typischen Eigenschaften eines Netzwerkbetriebssystems ausgestattet, wenngleich es eine simple Benutzerverwaltung unterstützt und mit dem Netzwerkmonitor, dem Systemmonitor und dem Profileditor auch einfache Administratortools besitzt. Der Hauptgrund, dass Windows 95 in bezug auf seine Server-Eigenschaften künstlich beschnitten wurde, liegt darin, dass nach dem Willen von Microsoft das sehr viel leistungsfähigere Windows NT die Rolle des Serverbetriebssystems spielen soll, während Windows 95 die Rolle des »idealen« Netzwerk-Clients zugedacht wird.

Doch obwohl Windows 95 per Definition kein Netzwerkbetriebssystem ist, kann es die Rolle eines Servers in einem Netzwerk übernehmen. Das ist kein Widerspruch, sondern hat etwas mit dem Umstand zu tun, dass es neben dem klassischen Server-Netzwerk noch Peer to -Peer - Netzwerke gibt. Diese Form der Netzwerkorganisation bietet sich immer dann an, wenn es lediglich darum geht, kleine Arbeitsgruppen zu Vernetzen und der Aspekt der Sicherheit oder die Benutzerverwaltung keine so große Rolle spielt.

In einem solchen Demokratischen Netzwerk spielt jeder Pc, der seine Ressourcen anderen Netzwerk – PC zur Verfügung stellt, automatisch die Rolle eines Servers. Da Peer - to - Peer Netzwerke eine kostengünstige, gleichzeitig aber auch recht leistungsfähige Lösung darstellen, wenn es darum geht, Windows - PC zu vernetzten, wird das Problem dieser Form der Vernetzung in den folgenden Abschnitten ausführlich besprochen.

In einem Peer - to - Peer - Netzwerk sind alle gleich

Im letzten Abschnitt haben Sie gelernt, dass ein PC-Netzwerk traditionell aus (mindesten einem Server - PC und einer Vielzahl von Arbeitsstationen - PCs besteht. Doch nun sollen Sie diese Erkenntnisse gleich wieder vergessen oder zumindest mental ausblenden.

Warum? Nun, weil diese Form der Arbeitsteilung bei reinen Windows-Netzwerken nicht die Regel ist. Da Windows (nicht Windows NT) von Anfang an nicht als Netzwerkbetriebssystem konzipiert war, Microsoft seinen Kunden aber die Möglichkeit einer Vernetzung offerieren musste, ersannen die Entwickler bei Microsoft ein anderes Konzept.

Anstatt einem PC die Rolle des Servers zuzuteilen, sind vielmehr alle im Netzwerk beteiligten PCs vollkommen gleichberechtigt. Diese Form von Netzwerk wird daher auch als Peer - to - Peer - Netzwerk bezeichnet, wobei das englische Wort peer in diesem Zusammenhang am besten mit "Gleicher unter Gleichen« zu übersetzen ist'.

In einem Peer - to - Peer - Netzwerk kann jeder PC gleichzeitig die Rolle des Gebers (Server) und die Rolle des Nehmers (Client) spielen, seine Ressourcen anderen Peers zur Verfügung stellen und gleichzeitig auf die von anderen Peers zur Verfügung gestellten Ressourcen zugreifen. Windows für Workgroups 3.1 war die erste Windows-Version mit einer Peer - to - Peer -Netz - Werkunterstützung. Bei Windows 95 wurde das Prinzip beibehalten und, wen wundert's, einigen Punkten verbessert.

Geht es "lediglich" darum, eine Arbeitsgruppe mit etwa 20 bis 30 PCs zu vernetzen, wird ein Server - PC nicht unbedingt benötigt. Sehr viel vorteilhafter kann es sein, alle PCs gleichberechtigt miteinander zu verbinden. Eine solche Peer - to - Peer - Verbindung ist einfach zu installieren, ist aber bezüglich Sicherheit und Administration bei weitem nicht so leistungsfähig wie ein Server-Netzwerk.

Ein Server - PC in einem Peer - to - Peer -Netzwerk unterscheidet sich von einem Server - PC in einem Server-Netzwerk unter anderem dadurch, dass auf letzterem das

Netzwerkbetriebssystem läuft. Um beide Server sprachlich voneinander zu differenzieren,

wird der Server - PC in einem Server-

Netzwerk als Netzwerk-Server bezeichnet, ein PC in einem Peer - to - Peer -Netzwerk, der

seine Ordner anderen PCs zur Verfügung

stellt, lediglich als Server - PC.

Das Prinzip eines Peer - to - Peer -Netzwerkes ist so simpel, dass man eigentlich gar nicht mehr darüber nachdenken müsste. Doch leider leben wir nicht in einer idealen Welt, Peer - to - Peer - Netzwerke haben (wie könnte es auch anders sein) auch ihre Schattenseiten. Was für den Benutzer ein äußerst angenehmer Zustand sein könnte, nämlich der völlig unbürokratische Zugriff auf das gesamte Netzwerk, bereitet einer gewissen Kategorie von Menschen schlaflose Nächte und den einen oder anderen Alptraum.

Die Rede ist von den Netzwerkadministratoren. Ihre Aufgabe ist es nicht nur, über das Wohl und das reibungslose Funktionieren eines Netzwerks zu wachen, sie müssen auch sicherstellen, dass nicht jeder alles machen darf. Wo kämen wir denn hin, wenn Herr A von der Auftragsbearbeitung auf die Excel-Tabellen mit den Lohnabrechnungen der Mitarbeiter zugreifen dürfte, die Frau B aus der Geschäftsleitung jeden Monat neu berechnet?

Umgekehrt geht die Korrespondenz der Marketingabteilung den Azubi genauso wenig etwas an, wie sich die Geschäftsführerin in den Ordnern eines Betriebsratsmitgliedes umsehen sollte. Um es kurz zu machen, ein Netzwerk ohne Kontrolle und Zugriffsberechtigungen ist in den meisten Unternehmen, und seien sie noch so progressiv orientiert (Motto »No ranks, no titles«), ein Ding der Unmöglichkeit. Und da ein Peer - to - Peer -Netzwerkbetriebssystem nur ein Minimum an Sicherheit bietet, kommt es als Netzwerkbetriebssystem alleine aus diesem Grund in größeren Unternehmen nicht in Frage.

Eine Peer - to - Peer - Vernetzung, wie sie mit Windows-95-PCs jederzeit möglich ist, kommt daher nur für die Vernetzung von kleinen Arbeitsgruppen mit maximal 20 bis 30 Arbeitsstationen in Frage. Für die Verwaltung größerer Netzwerke ist ein Netzwerkbetriebssystem wie Windows NT oder

Novell Netware bereits aus Sicherheitsgründenunverzichtbar.

Das soll aber weder heißen, dass ein Peer - to - Peer -Netzwerk für den Einsatz in einem Unternehmen grundsätzlich nicht geeignet ist, noch dass ein solches Netzwerk keinerlei Sicherheitsmechanismen zu bieten hat. Auch in einem Windows-95-Netzwerk, das als Peer - to - Peer -Netzwerk arbeitet, lassen sich Ordner wirkungsvoll vor dem Zugriff anderer schützen, der Schutz ist nur nicht so effektiv wie bei einem richtigen Netzwerkbetriebssystem ä la Windows NT oder Novell Netware.

Microsoft hat aus den Kritiken, mit denen Windows für Workgroups anfänglich vor allem auf Seiten der größeren Unternehmen bedacht wurde, gelernt und Windows 95 nicht nur um zusätzliche Sicherheitsmechanismen erweitert, sondern auch die Möglichkeiten für einen Administrator verbessert.

 

 

Das Netzwerkkabel stellt die Verbindung her...

Damit ein PC, in dem eine Netzwerkkarte eingebaut wurde, mit anderen PCs verbunden werden kann, verfügt die Netzwerkkarte über einen Anschluss, der mit dem Netzwerkkabel zusammengesteckt wird. Damit das Netzwerkkabel, bei dem es sich um ein übliches Koaxkabel handelt, mit dem Anschluss der Netzwerkkarte verbunden werden kann besitzt es an beiden Enden einen sogenannten BNC Anschluss, der auch in der Hifi und Vidiotechnik zu finden ist. Auch wenn es nicht den Anschein haben mag, gelten für die zu verwendenden Netzwerkkabel strenge Normen. Bei einer Ethernet - Koaxkabelverbindung lautet diese Norm IEEE 802.3, durch die unter anderem die maximale Länge einer Verbindung festgelegt wird. Gemäß dieser Norm kommen für die Vernetzung drei Kabeltypen in Frage: das Standartkoaxkabel, ein etwas dickeres Koaxkabel und ein nicht abgeschirmtes verdrilltes Telefonkabel. Durch die Entscheidung für einen Netzwerktyp wird gleichzeitig auch die Topologie des Netzwerkes festgelegt. So wird das standartgemäß zum Einsatz kommende dünne Koaxkabel stets in einer lokalen Bustopologie eingesetzt, während bei dem dicken Koaxkabel ein normale Bustopologie verwendet werden muss. Die Verwendung des verdrillten Telefonkabels ist dagegen nur in einer Sterntopologie möglich. Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auf eine Vernetzung mit einem dünnen Koaxkabel, da diese bei Peer - to - Peer Netzwerken mit Abstand am häufigsten eingesetzt wird. Die exakte Bezeichnung dieses Kabeltyps lautet 10Base2, RG58, womit alle physikalischen Eckdaten beim Namen gennant werden. Dieses Kabel nämlich Daten mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Mbit / s nach dem Basisprinzip (die gesamte Übertragungsbreite des Kabels wird für ein Signal verwendet) über eine Strecke von Maximal 2 x 100 Metern (tatsächlich beträgt das Limit 185 m ) übertragen. Da die Vernetzung mit Hilfe eines Koaxkabels eine sehr preiswerte Lösung darstellt ( derzeitiger preis: 1 Meter = 1,50 DM ), wird es auch, ein wenig ironisch, als Bilignetz bezeichnet. Jede Netzwerkkarte besitzt eine Anschlussbuchse über die die Verbindung zum Netzwerkkabel hergestellt wird.

Allerdings wird die BNC – Buchse des Netzwerkkabels nicht direkt mit der Netzwerkkarte verbunden. Statt dessen wird die Netzwerkkarte mit einem T stück (BNC) versehen, das zwei Anschlüsse besitzt, um den PC, gemäß der Punkt zu Punkt Vernetzung mit zwei Nachbar – PCs zu verbinden. Da es bei den beiden letzten PCs in einem Segment nur einen Nachbarn gibt, wird das freie Ende des T Stückes mit einem Anschlusswiederstand (Terminator) versehen. Fehlt dieser Terminator, kann das gesamte Netzwerk nicht funktionieren. Wichtig ist ferner, dass der Anschlusswiederstand bei Verwendung eines dünnen Koaxkabels (RG58) eine Impedanz von 50 Ohm besitzen muss. Dies ist zwar bei den meisten Wiederstandssteckern, auf die Sie im Handel stoßen werden, der Fall, doch Kontrolle ist in jedem Fall besser. Die Abschlusswiederstände Besitzteen immer eine kleine Aufschrift, an de Sie den Typ erkennen können.

Auch wenn nur zwei PCs vernetzt werden müssen die Anschlüsse der beiden Netzwerkkarten mit T Stücken und jeweils einem Abschlusswiedersand versehen werden. Auch wenn es mechanisch möglich ist, die BNC – Buchse des Koaxkabels direkt an die Netzwerkkarte anzuschließen, kann das Netzwerk nicht funktionieren.

E/A Adresse : Steckkarten besitzen eine oder mehrere Adressen, über die sie erreichbar sind – ähnlich Hausnummern. Will der Computer Karten Dateien mitteilen, schickt er seine "Post" an die jeweilige Adresse. Da diese Adressen zur Ein- und Ausgabe von Daten nötig sind, nennt man sie auch Ein-/Ausgabeadressen oder kurz E/A Adressen.

Link : Als einen Link bezeichnet man eine Internet Adresse mit dem man von einem Punkt zum andern gelangt ohne lästiges Adresse tippen ( www.dies-wäre-ein-link.de ).

Sonderzeichen: Bei der Einrichtung eines Netzwerkes kommen sie wahrscheinlich nicht um Sonderzeichen vorbei. Wenn Sie zum Beispiel mit einem Netzwerklaufwerk auf einem anderem Rechner arbeiten wollen, müssen sie folgendes eintippen : "\\Test-PC\c". Sonderzeichen sind Zeichen auf der Computer – Tastatur außer den Zahlen und Buchstaben.

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Neuronales Netzwerk

Neuronales Netzwerk Mit neuronalen Netzwerken versucht man die Vorgänge im Gehirn durch Computeranwendungen zu simulieren. Im Gehirn sind die Nervenzellen in komplexer Weise miteinander verknüpft. Jede Zelle kann über Dendriten Signale von anderen Zellen empfangen und diese über Neuriten – bestehend aus Axon und Achsenzylinder – weiterleiten. Die Stärke des weitergeleiteten Ausgabesignals hängt dabei von der Stärke des Eingabesignals ab. Entscheidend für die enorme Leistungsfähigkeit des Gehirns sind zum einen die große Anzahl an Nervenzellen (etwa 100 Milliarden) und zum anderen die extrem hohe Anzahl an Verknüpfungen (schätzungsweise 100 Billionen Verbindungen). In einem neuronalen Netzwerk sind derzeit viel weniger Verknüpfungen (wenige 10 000) möglich. Eingabe- (input node), innere (hidden node) und Ausgabeknoten (output node) sind meist in Schichten strukturiert und miteinander vernetzt. Zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Netzwerkes können ein bis mehrere Schichten innerer Knoten liegen – zur Vereinfachung wird in der Illustration nur eine Schicht innerer Knoten gezeigt. Dem Nervensystem ähnlich gehen die Signale in einem neuronalen Netzwerk zunächst bei den Eingabeknoten ein und werden an die inneren Knoten weitergeleitet. Anhand des bei ihm eingehenden Signals führt jeder innere Knoten Berechnungen durch und sendet das Resultat an die nächste Stelle weiter. Die Berechnungsergebnisse der inneren Knoten muss man sich als eine Art Zwischenresultat vorstellen, welche für die Arbeitsweise des Netzwerkes entscheidend sind.

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